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Der Messias und sein Prophet. Der Ursprung des
Islams – Editions-de-Paris.com , 2005 – Band I, 524 Seiten., 35 € – Band II, 582 Seiten., 39 € |
Buchsammlung : Studia Arabica bei Marie-Thérèse URVOY Autor :
Edouard-M.GALLEZ |
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Band I: Von
Qumrân zu Muhammad, 1.Teil: Die „Essener“ Akte: Ein Baum der einen Wald versteckt 2.Teil: Ursprung und Entstehung der messianischen Ideologie Band II: Von dem Muhammad
der Kalifen zum historischen Muhammad,
3.Teil + Anlagen und
Verzeichnis |
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Es handelt sich um eine Doktorarbeit in
Theologie/ Religionsgeschichte (Univ. von Straßburg II, 2004-2005). Das Referat möchte den Haupttitel, der das um den Ursprung des Islams
scheinbar umgebene Mysterium widerspiegelt, aufklären. |
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Umwelt aufgewachsen sein, die auf mysteriöser Weise heidnisch blieb, so als spiele sich seine Geschichte nicht im VII. Jahrhundert ab, sondern vor unserem Zeitalter; als habe sein Händlerstamm, der seit langer Zeit – zumindest aus geschäftlichen Gründen – mit den Juden und den Christen verkehrte, nichts von diesen gelernt. Obendrein sagt man dass er sich plötzlich durch eine an ihn gerichtete Verkündung Gottes als Prophet ausgab – aber keiner der „Polytheisten“ sollte ihn dann verstanden haben, weil ihnen die Vorstellung Gottes selbst unbekannt zu sein schien. Was bedeutet das? Was ist der wahre Grund dieser scheinbaren Zusammenhanglosigkeiten?
Besonders während der letzten 30
Jahre haben Studien verschiedene Aspekte dieser Fragen aufgeklärt, jedoch haben
nur wenige Forscher die Konvergenz der Antworten aus den verschiedenen
Bereichen voraussehen können, da diese Bereiche zu sehr von einander vereinzelt
waren. Es gab nämlich Schwierigkeiten auf zwei Ebenen : Einerseits sollte die
Studie die Geschichte vor Muhammad’s
Geburt erfassen und analysieren, andererseits musste die Schriftauslegung des
Koran betreffenden Textes – jenseits von Dunkelheiten und anderen sichtbaren
Schwierigkeiten– sorgfältig vorangetrieben werden. Auf beiden Ebenen war die
Aufgabe umfangreich. Einerseits musste sowohl auf die Literaturquellen der
Höhlen des Toten Meeres (zu unrecht „von Qumrân“ oder „essenistisch“ genannt)
als auch auf die Studien bezüglich dessen das als Randjudentum galt (in
Wirklichkeit die nazarenische Abweichung des frühen Judeo-Christentums)
zurückgehen und sie überdenken. Andererseits mussten letztendlich aus dem Koran
fast 500 Verse besehen oder analysiert werden.
So kommt es zum Vorschein, dass, was
im VII. Jahrhundert noch nicht den Namen „Islam“ trug, seinen Ursprung im
Judentum und Christentum hatte, jedoch nicht unmittelbar davon, sondern durch
die Abweichungen von bestimmten jüdisch-christlichen Kreisen der zweiten
Generation, die den biblischen Messianismus in eine politische Heilsideologie
verwandelt hatten. Sie warteten auf das zweite Kommen des Messias, als eine
Rückkehr desjenigen, der unter Gottesmacht und insbesondere dieser seiner
Gläubigen über die ganze Erde herrschen würde.
Trotz aller Schwierigkeiten bzw.
des Missbrauchs der Sinndeutung der Manuskripte sowie der archäologischen
Relikte – insbesondere diese des Toten Meeres – ist es dem Historiker jedoch
möglich, diesem messianistischen Denken nachzugehen, das im II. Jahrhundert vor
unserem Zeitalter entsteht. Es erscheint dann als Denkform am Ende des I.
Jahrhunderts unseres Zeitalters und führt Ende des VI. Jahrhunderts zu einer
kurzlebigen jüdisch-arabischen Gemeinschaft, die die Wiege des Islams wurde.
Die Studie lässt auch zum Vorschein kommen, warum und wie sich der Koran
betreffende Text und die islamische Rede später, unter der Macht der Kalifen
aus Damaskus, gebildet haben. So berichtet die Studie über die verschiedenen
Akten, die in der Zukunft fortgesetzt, präzisiert oder in einzelnen Punkten
verbessert werden können. Kein anderes Vorgehen bietet derartige Globalität –
bis auf die islamische Rede selbst natürlich.
Zur Erinnerung ist diese Rede
hauptsächlich im Laufe des VIII. Jahrhunderts entstanden (die „göttliche
Offenbarung“ an Muhammad, die
Himmelfahrt, der Einsatz des Engels Gabriel und der ihm den Koran diktiert,
usw...). Lasst uns darauf hinweisen, dass die einzige Angabe bezüglich Muhammads, die gleichzeitig historisch
richtig und mit dem Datum exakt versehen ist, ist sein Versuch, im
Jahre 629, das Heilige Land zu erobern. Die aktuellen Bücher bzw. Artikeln
berichten nur wenig darüber : aus dem Gesichtspunkt der vereinbarten Rede, was
machte also Muhammad auf dem Weg von
Jerusalem – diese Stadt, der er sich zuwandte um zu beten –, während es
vermutet wird, er habe sich nur um die Eroberung Mekka gekümmert ?
Die Wortverzeichnisse sowie die
internen Verweise (zum Text bzw. zu den 1649 Notizen) ermöglichen den Übergang
von einem Band zum anderen. Durch die Untersuchung der verfügbaren (jüdischen,
islamischen oder ähnlichen) Texte sowie der archäologischen, bzw. exegetische
Daten usw… werden – weitab von religiösen oder politischen Leidenschaften –
neue Wege errichtet, die heute notwendiger sind denn je.